Geschichte

Das erste Schützenfest fand nachweislich im Jahr 1852 statt. Weitere Aktivitäten wurden leider nicht aufgezeichnet oder sind nicht bekannt. Im Jahr 1908 kam es zu einem Phänomen, das auch in unserer heutigen Zeit bekannt ist, dem Generationskonflikt. Das führte dazu, das eine Gruppe junger Mitglieder die Schützengesellschaft verließ und den Vogelschießverein gründeten.

Nach den Wirren des ersten Weltkriegs kam es erneut zu Zerwürfnissen im Vogelschießverein, es gründete sich der Schützenverein Isenbüttel, der Vogelschießverein wurde aufgelöst. Da die Schützengesellschaft nach wie vor bestand, existierten ab 1920 weiter zwei Vereine. Jeder dieser Vereine beanspruchte die Ausrichtung des Schützen – festes für sich, was dazu führte, das 1929 zwei Schützenfeste in Isenbüttel gefeiert wurden. Dieses Vorgehen wird beim heutigen Betrachter, Kopfschütteln und Verwunderung hervorrufen, für beide Vereine kam es so wie es kommen mußte sie erlebten ein finanzielles Fiasko. Dieses Erlebnis, führte beide Vereine zu der Einsicht, das ein Schützenverein wohl die bessere Lösung währe und so wurden alle Streitigkeiten über Bord geworfen. Bereits 1930 wurden die Bestrebungen für einen Zusammenschluß verwirklicht. Auf der ersten Versammlung wurde die Satzung der Schützengesellschaft so geändert, das sie der Satzung des Schützenvereins entsprach. Es wurde ferner beschlossen, das Schützen die unverheiratet sind und das 30 Lebensjahr noch nicht überschritten haben, für den Festumzug mit einem Holzgewehr ausgestattet werden.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in der neu gegründeten Bundesrepublik, tatkräftige Männer die trotz großer Schwierigkeiten, sich für die Neugründung der Vereine einsetzten. In Isenbüttel traf man sich am 16. Februar 1952 in der Gaststätte Evers zu einer Wiedergründungsversammlung. Da zahlreiche Bürger der Gemeinde Isenbüttel den Wunsch äußerten, den Schützenverein wieder mit Leben zu erfüllen. Zu dieser historischen Versammlung waren 25 Bürger der Gemeinde anwesend. Die Wiedergründer, 22 an der Zahl wählten dann den ersten Vorstand.

Es wurden gewählt:

1. Vorsitzender Hermann Sprenger 1. Kassierer Wilhelm Bertram

2. Vorsitzende Wilhelm Behte 1. Beisitzer Heinrich Janze

Schriftführer Hans-Heinrich Jahn 2. Beisitzer Werner Schulze

Punkt 2 der Versammlung

Beschluss zur Namensgebung: Der neu gegründete Verein erhält die Bezeichnung „ Bürgerschützenkorps Isenbüttel“ Die Satzung des Schützenvereins wird übernommen, der jährliche Beitrag wird auf 4,- DM festgelegt. Dies war die Geburtsstunde des BSK Isenbüttel der sich fortan positiv entwickelte.

Zum 100 jährigen Vereinsjubiläum1952 zeige das Dorf sich im schönsten Festschmuck. Der Festplatz bot ein farbenfrohes Bild und drei große Zelte waren erforderlich um dem frohen Treiben genügend Raum zu bieten. Auch die Tradition kam bei diesem Fest nicht zu kurz, denn beim Festumzug wurde die ehrwürdige Vereinsfahne von 1880 und das hundertjährige Königsschild mitgeführt. Es wurde auch das erste Preisschießen nach der Wiedergründung veranstaltet. Da die Beteiligung recht gut war, konnten zwei Rehböcke zerteilt und als Preise ausgegeben werden. Der Trostpreis, man höre und staune, waren 20 Zigaretten.

Um den Schießsport auch im BSK Isenbüttel weiter zu fördern, wurde auf der Versammlung vom 10.12.52 beschlossen, den Schießstand weiter auszubauen und ein neues Kleinkalibergewehr zu beschaffen. Zur Verwirklichung des angestrebten Bauvorhabens wurde 1953 ein Bauausschuß gewählt. Diese Aufgabe wurde den Schützenbrüdern F. Bertram, R. Ahrens, H. Daenicke, E. Glindemann und E. Dragendorf übertragen.

Auf der Generalversammlung 1958 wurden die besonderen Leistungen der Schießgruppe im BSK gewürdigt. Ihr war es gelungen, mit Hilfe der Vereinswirtin, in der Gaststätte Evers einen Luftgewehrstand zu errichten. Zur Abrechnungsversammlung für das Schützenfest 1958 wurden 31 neue Mitglieder aus dem Ortsteil „Försterkamp“ durch den 2. Vorsitzenden Wilhelm Behte besonders herzlich begrüßt. Erster Zugführer des neuen Zuges wurde Adolf Zimmer.

Weitere Um und Ausbaumaßnahmen am Schießstand wurden in den nächsten Jahren realisiert, so konnten auf der Generalversammlung 1961 der 1. Vorsitzende Herman Sprenger, den Schützenbrüdern A. Mohwinkel, G Hoppe und den 1953 gebildeten Bauausschuß, für Ihre unermüdlichen Aktivitäten während der Bauphasen, besonderen Dank aussprechen. Ja man sieht, der Ausbau der Schießstände zieht sich wie ein roter Faden, durch die Anfangsjahre des neuen BSK Isenbüttel.

Während des Schützenfestes 1961 wurde die neue Vereinsfahne feierlich geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Seit diesem Jahr, wird sie zu allen wichtigen Anlässen, in den Reihen des BSK mitgeführt. 1962, also 10 Jahre nach der Wiedergründung hat der noch „ junge“ Verein bereits 219 Mitglieder, darunter 29 Jugendliche und 12 Ehrenmitglieder. Der Schützenkönig des BSK Isenbüttel wurde 1964 erstmals in der Vereinsgeschichte durch ein Teilermeßmaschine ermittelt und der Jugendkönig, erhielt zum Zeichen seiner Würde eine Königskette. Hermann Sprenger legte 1965, nach langjährigen Wirken an der Spitze des BSK, aus Altersgründen sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Die Versammlung, sprach ihn für seine geleistete Arbeit, großen Dank aus. Zum neuen Vorsitzenden wurde Wilhelm Behte und zum 2. Vorsitzenden Otto Zacharias gewählt. In der Folgezeit entwickelte sich das BSK weiter sehr positiv und der Schießsport rückte weiter in den Vordergrund des Vereinslebens. Diese Entwicklung hatte zur Folge, nah wir ahnen es schon, der Schießstand mußte erneut erweitert werden. 1969 gründete sich der Damenzug des BSK Isenbüttel. Zur ersten Damenleiterin wurde Monika Leidigkeit gewählt. Die Schützendamen sind seit dieser Zeit ein fester Bestandteil des BSK Isenbüttel und haben seit der Gründung des Damenzuges ebenfalls eine positive Entwicklung durchlaufen. Das Schützenfest zum 120jährigen Bestehen des Vereins wurde vom 02. – 04. Juni 1972 unter Mitwirkung der geladenen Gäste, Gastvereine und den Bürgern aus Isenbüttel und Umgebung in einem würdigen Rahmen gefeiert.

Am 07.10.1972 wurde eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, der Schützenverein soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Gifhorn eingetragen werden. Hierzu ist die Beschlußfassung der Mitglieder erforderlich.

Gleichzeitig erfolgt die Wahl eines neuen Vorstandes. Es wurden gewählt:

1. Vorsitzender Gregor Hoppe

2. Vorsitzender August Mohwinkel

1. Schriftführer Wilfried Prüßner

1. Schatzmeister H.-J. Witte

2. Schatzmeister Wilfried Prüßner

1. Schießsportleiter Fritz Hoffmann

Mit diesem neuen Vorstand wurde ein weiteres Kapitel in der Vereinsgeschichte aufgeschlagen. So erfolgte am 30.10.1972 die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Gifhorn. Der neue Vereinsname lautet von nun an „ Bürgerschützencorps Isenbüttel von 1952 e.V.“

Auf der Generalversammlung am 03.03.1973 wurde beschlossen, zusammen mit der Kyffhäuser-Kameradschaft, einen neuen Schießstand zu bauen. Es bedurfte vieler Verhandlungen, bevor im Jahr 1976 mit dem Bau begonnen werden konnte.

Unser Schützenbruder Edgar Krusekopf, berichtete über seine Recherchen, während seiner Amtszeit als Kreisschießsportleiter, wo nach ein Isenbütteler Schützenverein bereits 1852 nachweislich existiert hat. Wilfried Prüßner stellte darauf hin den Antrag auf Namensänderung. Dieser Antrag wurde von der Versammlung angenommen und somit wurde unser Verein mit einem „ Schlag“ 100 Jahre älter und heißt bis zum heutigen Tag.

 

„ Bürgerschützencorps von 1852 e. V.“

 

1977 wurde das 125jährige Schützenfest feierlich begangen. Ein Glanzlicht dieses Festes waren die Original Egerländer Musikanten, die alle Mitglieder und Gäste mit Ihren musikalischen Darbietung erfreuten. Auch 1982 stand dem BSC Isenbüttel ein weiteres Jubiläum ins Haus. Beim Kommers spielten die Oberkrainer Musikanten groß auf und sorgten für gute Stimmung bei allen Anwesenden. Dieses Jubiläumsfest fand mit einem Feuerwerk seinen krönenden Abschluß. Aber im BSC Isenbüttel wurde nicht nur gefeiert, sondern es wurden auch neue Ideen in die Tat umgesetzt.

Seit dem 09.02.1985, veranstaltet das BSC einen Biathlonwettbewerb, mit viel Erfolg. Dieser Wettbewerb wurde durch unseren Schützenbruder Heiner Mohwinkel ins Leben gerufen und durch seine Tatkraft in den Anfangsjahren weiter gefördert. Bis zum heutigen Tag ist diese Veranstaltung sehr beliebt und wir können nach wie vor viele Teilnehmer in Isenbüttel begrüßen.

Am 10.Juni 1990 gründete sich auf Anregung des 1. Vorsitzenden H.-H. Michels der Seniorenzug im BSC Isenbüttel. Der Seniorenzug hat seit seiner Gründung einen positiven Entwicklung vollzogen und die die Schießabende und Veranstaltungen werden von unseren älteren Vereinsmitgliedern gern in Anspruch genommen.

1992 war es dann wieder soweit, das BSC Isenbüttel beging am 19.,20. und 21. Juni sei 140jähriges Schützenfest. Am Freitag begrüßte, der 1. Vorsitzende H.- H. Michels, zahlreiche Gäste zu einem Volkstümlichen Musikabend. Eine Blaskapelle aus dem schönen Ort Unterschneidheim sorgte für das musikalische Gelingen des Abends. An den folgenden Tagen wurde dann weiter im Kreis der Vereinsmitglieder mit Gästen Bürgerinnen und Bürger die „fünfte Jahreszeit“ in Isenbüttel gefeiert.

Mit der Wahl, unseres Schützenbruders Peter Beier, auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 08.01.1994 zum 1. Vorsitzenden begann eine neue Ära in der Vereinsgeschichte. Die Pflege des Schießsports und der Geselligkeit stehen weiter in Vordergrund des BSC Isenbüttel. Zahlreiche Aktivitäten in den einzelnen Zügen, sind ein Beweis, das sich trotz einiger Klippen die in letzter Zeit zu umschiffen waren, weiter positiv entwickelt. Mit Hilfe der Gemeinde Isenbüttel ist eine Video – Anlage für unseren KK – Stand verwirklicht worden. Neue Ausrüstung und Gewehre stehen den Schützzinnen und Schützen zur Verfügung, so dass wir für das nächste „Jahrtausend“ gerüstet sind.

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2003 übernahm dann Herbert Wegner das Amt des 1. Vorsitzenden,
durch Wahl der Mitglieder. Zuvor konnte er sich schon 2 Jahre als 2. Vorsitzender des BSC- Isenbüttel mit den vielseitigen Aufgaben vertraut machen.
Zu seiner anspruchsvollsten Aufgabe gehörte es, den Neubau des Schießheims mit zu planen und organisieren. Auch selbst packte er tatkräftig mit an. Nach der Wahl zum 1. Vorsitzenden wurde Herbert Wegner im Jahr 2003 zum 2. Mal großer König. Diese Ehre hatte er bereit im Jahr 1996.
Aus privaten Gründen mußte er dann im April 2009 zurücktreten und es wurde, als erste Frau in der Geschichte des BSC-Isenbüttel, Sylvia Zimmermann zur 1. Vorsitzenden gewählt.

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Adresse
Schulstraße 32
38550 Isenbüttel

Trainingszeiten
Erwachsene: Di, Mi und Fr: 19:00–21:00 Uhr
Jugendliche: 17:30–19:00 Uhr